Sportpark - Hallenbad

Großzügiger Hallenbad-Umbau - geplante Fertigstellung: Ende 2020

von Rainer Wetzl (Burghauser Anzeiger - 17.03.2018)

 

Stadtrat entscheidet sich für große Lösung beim Hallenbad-Ausbau - Ganzjahresbetrieb und mehr Besucher

 

Kinder und Jugendliche dürfen sich freuen: Bei der Hallenbad-Erweiterung wird es die große Lösung mit einer großen Rutschenanlage und zudem einem Ganzjahresbetrieb geben. Rund 10 Millionen Euro wird das kosten. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant. Dafür hat sich der Stadtrat in der Sitzung am 14. März 2018 einmütig entschieden.

 

Nicht nur zur Freude junger Badbesucher, sondern auch aus praktischen Gründen, denn die von Bäderleiter Markus Günthner erarbeiteten Zahlen sprechen für diese große Lösung. Derzeit betragen die Einnahmen aus Eintrittserlösen im Jahr 900.000 Euro, die Kosten liegen bei 1,2 Millionen Euro. Das Defizit von 300.000 Euro ist politisch gewollt, um die Eintrittspreise günstig zu halten und auch weniger Betuchten den regelmäßigen Badbesuch zu ermöglichen.

 

Ein Ganzjahresbad bedeutet natürlich einen höheren Aufwand. Die Bäderverwaltung rechnet aber auch mit mehr Besuchern und damit höheren Einnahmen. Die Modellrechnung sieht so aus: Die Kosten steigen auf 1,6 Millionen Euro. Zugleich könnte das Bad aber gut 400.000 Euro mehr einnehmen, wobei wegen der dann gestiegenen Attraktivität allerdings eine Erhöhung des Eintrittspreises um 50 Cent und bei der Sauna um einen Euro zugrunde gelegt wird. Die Bäderleitung rechnet mit rund 55.000 zusätzlichen Besuchern mehr im Jahr. Dabei geht es um Gäste, die an verregneten Sommertagen nicht ins Freibad kommen, das Hallenbad aber schon besuchen würden. Unterm Strich kommt damit ein Jahresdefizit von gut 230.000 Euro heraus und damit weniger als derzeit. Nur minimal kostengünstiger wäre es, die Rutsche zu bauen, aber wie bisher nur in der kalten Jahreshälfte geöffnet zu haben. Da ergäbe sich ein Defizit von knapp 200.000 Euro.

 

Die Entscheidung des Stadtrats für die große Lösung bedingt nun eine Umplanung. Architekt Sepp Krautloher aus Vilshofen hat in einer neuen Entwurfsplanung erste Gedanken vorgelegt. Der Eingangsbereich rutscht demnach in die Mitte der vorn als Anbau vorgesehenen Erweiterung. Wer ins Freibad will, biegt von dort links ab, ins Hallenbad geht es nach rechts. Rechts vom Eingangsbereich sind Küche und Gastronomie vorgesehen, links der erweiterte Ruhebereich. Die große Rutsche rutscht in der jetzigen Konzeption nach hinten und dockt an das Kinderbecken an. Verbesserungen wird es laut Bürgermeister Hans Steindl auch für das Solebecken geben. So wird der Zugang zum Solebecken vom Kinderbecken zum Sportbecken verlegt, um die Zugluft beim Kinderbecken zu verhindern. Der an das Solebecken anschließende Ruhebereich wird ebenfalls größer.

 

Die Erweiterung wie auch  die detaillierte Planung dafür müssen nun aufgrund der hohen Auftragssumme europaweit ausgeschrieben werden. Erst dann wird die genaue Ausführungsplanung und damit der genaue Standort der Rutschenanlage vorliegen. Alle Fraktionen sprachen sich für die große Lösung mit Rutsche aus. Der CSU-Fraktionssprecher würdigte dabei das Bemühen von Stadtrat Hartmut Strachowsky von den UWB, der sich von Anfang an für die Rutsche stark gemacht hatte.

 

Derzeit läuft die Ausschreibung. Der Baubeginn ist für Herbst 2018 vorgesehen. Der Betrieb von Hallenbad und Sauna ist während der Umbaumaßnahme nicht beeinträchtigt.


 

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